Erbstreitigkeiten unter Geschwistern: Lösung durch Familienaufstellung
„Erben und vererben“ ist ein hochgradig emotionales Thema, bei dem es oftmals weniger um den materiellen Wert als um tiefverwurzelte familiäre Dynamiken geht. Der eigentliche Nachlass eines Verstorbenen ist das eröffnete energetische Feld, auf dem sich jahrzehntelange Auseinandersetzungen, Neid und komplexe Beziehungsdramen entladen. Der Verlust eines Menschen führt Angehörige in intensive Emotionen, die alte nicht bereinigte Konflikte aufkeimen lassen. Trauer trifft hier auf tiefvergrabene emotionale Verletzungen, die die Nachkommen an den familiären Abgrund bringen können.
Erbstreitigkeiten unter Geschwistern: Mit einer Familienaufstellung eine Lösung finden.
Geld hat beim Vererben allenfalls Symbolcharakter und sagt sehr viel über die Qualität der Beziehungen innerhalb einer Familie aus. Es steht für die Anerkennung und Wertschätzung der Eltern. Die elterliche Liebe wird beim Vererben neu verhandelt. Wenn du in einen Erbstreit verwickelt bist oder enterbt wurdest, können dir Familienaufstellungen helfen, um ruhiger mit dieser Situation umzugehen.
Die Menschen, die ich bisher bei diesem hochexplosiven Thema begleitet habe, konnten sich Stück für Stück mit ihrer Familiengeschichte aussöhnen. In meinen Aufstellungen lege ich das Beziehungsgeflecht einer Familie mit allen darin verwebten Emotionen offen dar, und entwickele Lösungen, die befreiend und entlastend sind. Gerne kannst du bei Interesse hier dein kostenfreies Kennenlern-Gespräch bei mir buchen. Denn bei Erbstreitigkeiten können Familienaufstellungen helfen.
Der Tod – und auf einmal sind sie alle da, wenn auch nur, um die Hand aufzuhalten
Beim Erben will auf einmal jeder etwas von dem Erbschaftskuchen abbekommen, und da kann man die liebe Familie sehr schnell von einer anderen Seite kennenlernen. Der lustige Bruder, der sich immer aus allem rausgehalten hatte, wird nun auffallend aktiv und entwickelt sich zum Oberschlaumeier. Plötzlich weiß er alles besser und außerdem musste er ohnehin alles alleine machen, während seine Schwestern immer Unterstützung bekommen hatten. Oder die tolerante Schwester, die finanziell bestens über ihren Ehemann abgesichert ist, erinnert sich auf einmal daran, dass sie als Erstgeborene in jungen Jahren viel verzichtete, weil sie sich um ihre kleineren, nervigen Geschwisterchen kümmern musste. Nicht zu vergessen die Jüngst geborene, die der Meinung ist, dass ihr mehr zusteht, weil sie ja schließlich all die Jahre für Mutter eingekauft hatte.
Erbstreitigkeiten unter Geschwistern – Erlebte Muster aus der Kindheit brechen auf
Kinder haben eine außergewöhnliche Wahrnehmung und reagieren seit eh her sehr sensibel auf Benachteiligungen. Das elterliche Erbe ist emotional aufgeladen und fördert unweigerlich alte familiäre Rollenverteilungen zutage, mit allen vergessen geglaubten Sensationen und Gefühlen. Die Folge davon ist oftmals eine Regression, in der sich Betroffene unreifer und infantiler Mechanismen bedienen. Bei Erbgeschichten, bei denen sich Geschwister ungerecht behandelt fühlen, ist es keine Frage der Zeit mehr: Die eigenen Emotionen sowie die der anderen fliegen einem nur so um die Ohren. Sehr konkret geht es um Wut und Enttäuschung, weil sich z.B. ein Geschwister mehr um das pflegebedürftige Elternteil gekümmert hatte und nichts dafür bekam.
Es können sich aber auch Schuldgefühle einreihen, weil ein Kind plötzlich erkennt, dass es zu Lebzeiten die Beziehung zu den Eltern viel zu wenig gepflegt hat. Oder Kinder erfahren über den Tod eine tiefe Dankbarkeit, weil ihnen das Erbe einiges ermöglicht oder weil sie in dem Erbe eine Wiedergutmachung erfahrener Kränkungen sehen.
Das Erbe: Ein eindeutiges Statement über die Eltern-Kind-Beziehung
Wie Eltern ihr Geld oder ihre Immobilien verteilen, sagt eindeutig etwas über die Eltern-Kind-Beziehung aus. Aus Sicht der Eltern können die Gründe unterschiedlicher Natur sein.
Aus der Erbschaftsforschung weiß man, dass Menschen angesichts ihres Todes ihre Werte und Weltanschauung unterstreichen.
Somit bevorzugen Eltern jene Nachkommen, die ihren eigenen Wertvorstellungen am ehesten entsprechen.
Der generelle Wunsch, etwas von sich selbst auf dieser Erde zu hinterlassen, führt zu der Idee, dass der Nachlass bei denen wohl behütet bleibt, die den Eltern am ähnlichsten sind. Selten werden alle gleich behandelt. Der Aufteilung nach persönlichen Vorlieben – wer sich am meisten für mich engagiert hat, bekommt auch mehr – folgt die Aufteilung nach Bedürftigkeit. „Dir geh es doch viel besser als deiner Schwester, die allein erziehend und finanziell am Rumkrebsen ist“. In einer Familienaufstellung, die bei Erbstreitigkeiten unter Geschwistern wirklich helfen kann, kannst du sehr gut die verdeckten und unausgesprochenen Dynamiken deiner Familie und deiner Ahnen erkennen. Ich zeige dir auf, welche Zusammenhänge es gibt zwischen Erlebnissen und Erfahrungen deiner Lieben und dem Erbstreit in dem du dich befindest. Buche gerne hier ein Kennenlern-Gespräch bei mir, um zu erfahren, ob eine Aufstellung das richtige für dich ist.
Erbstreitigkeiten unter Geschwistern: Sonderfall Enterbung
Eine Enterbung hinterlässt besonders tiefe Risse im familiären Gefüge und macht eine wahre Aussöhnung unter Geschwistern fast unmöglich. Unter systemischen Aspekten können bei diesem Sonderfall Schuld und Scham ein sehr große Rolle spielen, wie die nachfolgende Geschichte zeigt.
Hilda hat Ende der 1940-er Jahre als Zweitgeborene das Licht der Erde erblickt. Ihr Leben hat sie besonderen Umständen zu verdanken, die ihr ihr Leben lang nachhängen sollten. Ihre Mutter Anna entstammte einem gut bürgerlichen Haus im Taunus, in dem ein klar definiertes Wertesystem den Alltag strukturierte. Annas Vater, also Hildas Großvater, genoss als Direktor einer Krankenkasse bescheidenes Ansehen. Eine respektable Familie mit einem freundlichen Gesicht. Das änderte sich schlagartig, nachdem Anna nach einer kurzen, unglücklichen Liaison mit einem amerikanischen Soldaten Schande über die Familie brachte. Das uneheliche Kind brachte das bürgerliche Familienidyll zum Wanken. Um nun Scham und Schuld auszugleichen, heirate Anne Karl. Ihm schenkte sie nur ein Kind, also Hilda, weil er sie mit samt Bankert ehelichte. Das bekam Hilda immer zu Spüren. Auf die Ablehnung und Zurückweisung, respektive energetisch-emotionalen Folgen für Hilda, will ich hier nicht eingehen. Die Geschichte endet mit der Enterbung von Hilda.
Lösungsansätze bei Erbstreitigkeiten in Familien
Eine gute Lösung besteht darin, offen und ehrlich im Vorfeld miteinander umzugehen. Wenn ein Kind zu Lebzeiten mehr emotionale oder finanzielle Zuwendung erfährt, z.B. aufgrund von Krankheit, ergibt sich ein positives Energiemuster, wenn offen und ehrlich darüber gesprochen wird. Eine Aussage könnte sein: Dein Bruder bekommt im Moment mehr, weil er durch die Krankheit eingeschränkt ist. Was kann ich dir geben, damit es sich für dich richtig anfühlt und du dich nicht benachteiligt fühlt? Kinder können durchaus damit umgehen, „weniger“ zu bekommen. Wichtig ist, dass diese Kinder auch gesehen werden.
In der Geschwisterreihe sind die Positionen oftmals sehr verhärtet, da der Umgang mit dem Erbe die Beziehungsqualitäten innerhalb einer Familie 1:1 widerspiegelt. Da braucht es es den unbedingten Willen aller Beteiligten nach einer friedlichen Einigung. Gleichermaßen ist es eine Chance, den Standpunkt des anderen zu verstehen und vielleicht sogar Verständnis zu entwickeln. Ein Erbstreit bietet zu dem Raum, die eigene Familiengeschichte aufzuarbeiten, um viel über sich selbst zu lernen.
Die Frage, die du dir stellen darfst: Wie kannst du an dieser herausfordernden Situation wachsen? Was bedeutet die Situation für dich persönlich? Wenn du erfahren möchtest, wie eine Familienaufstellung bei Erbstreitigkeiten helfen kannst, unterstütze ich dich gerne dabei, deine Antworten zu finden. Hier kannst du mich über ein erstes kostenfreies Erstgespräch kennenlernen.



