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Ferieninsel2026-02-27 18:11:252026-03-07 14:42:19Wie kann ich mein Schicksal beeinflussen? Familienaufstellung ErfahrungBlick ins Familiensystem
Für eine gute Familienaufstellunhg ist das Zusammenspiel zwischen Aufsteller und Aufstellungsleiterin entscheidend. Der Aufstellungsleiter oder die Aufstellungsleiterin muss mit ihrer Erfahrung und viel Empathie den den Lösungsprozess so gestalten, dass der Aufsteller*in sich emotional gut aufgehoben fühlt und das Ergebnis und somit die eigene Verantwortung auch annehmen kann. Die Aufstellerin oder der Aufsteller muss das Ergebnis verantwortungsvoll annehmen.
Eine Familienaufstellung ermöglicht dir hinter die Kulissen deines Familiensystems zu blicken. Dadurch verstehst du, welche Qualitäten die Beziehungen in deinem System haben, samt Auswirkungen, in denen du eingewickelt bist.
An dieser Stelle liste ich dir mal die gängigsten und wahrnehmbarsten Systeme auf, in denen wir eingebunden sind:
- Herkunftsfamilie
- Gegenwartsfamilie
- Ahnenlinien
- System der Partnerschaft
- Inneres-Kind-System
- System der inneren Anteile
- Berufliches System
- Eigenes körperliches System
Ich arbeite online. In meinen Online Aufstellungen lege ich die Stellvertreterpositionen aus, sprich alle Plätze, die zur Lösung deines Anliegens relevant sind. Ich fühle mich in die jeweiligen Positionen ein und drücke dir gegenüber aus, welche Dynamiken und Sensationen wahrnehmbar sind. Dann eröffne ich den Aufstellungsprozess, der mit deinem Lösungsbild endet. So viel kann ich schon mal verraten: Oftmals landen wir in der Herkunftsfamilie.
Erfahrung einer Familienaufstellung: Trennung vom Partner
So ist es Margit ergangen. Sie wollte verstehen, warum ihr Partner sie zwei Jahre nach der Geburt der gemeinsamen Tochter verlassen hat. Folgende Dynamik lag zugrunde:
Margit ist in einem sehr traditionellen Elternhaus in Kärnten aufgewachsen. Der liebevolle Vater hatte einen sehr klar definierten „Ordnungskatalog“, wonach Leben stattfinden sollte. Sicherlich in einer anderen Zeit, in einem anderen Kontext legitim. Für Margit hingegen war es sehr einengend und sie blieb (bislang) hinter ihren eigenen Möglichkeiten. Das war auch so gewünscht, denn schließlich ist Margit „nur“ eine Frau.
Bittere Erfahrung: Nur eine Frau
Obwohl Margit studierte und erfolgreich als Ärztin arbeitet, gingen ihre Eltern doch recht sparsam mit Lob und Anerkennung ihr gegenüber um. „Die Frau ist weniger wert als der Mann“. Ihre Mutter ist diejenige, die am wenigsten dagegen aufbegehrte, sich schicksalsergeben diesem Kapitel des väterlichen Ordnungskataloges fügte. Somit staubten Talente und Fähigkeiten der Mutter vor sich hin. Die Frau als braves Geschöpf, das anderen den Vorrang lässt, übermäßig harmonisierend, sich und ihre Belange nicht so wichtig nimmt. Übersetzt heißt das so viel wie „Ich halte mich klein, ich nehme mich zurück, ich nehme Rücksicht, ich bleibe in Unfreiheit“. Diese Energie ist anteilig auf meine Klientin übergegangen, die sie unbewusst in ihre eigne Beziehung mitbrachte. Das Interessante: Es war für Margit so normal, dass sie gar nicht bemerkte, welche eigenen Muster sie bediente, bzw. welche eigenen Muster in der Partnerschaft beantwortet wurden. Mit dieser Erkenntnis konnten Margit und ich gut arbeiten.
Erfahrungsbericht: Herkunftsfamilie
Das System der Herkunftsfamilie wirkt im besonderen Maße auf dich, deine Entscheidungen und dein Leben. Manchmal wirkt es ganz subtil, dergestalt, dass du dich vor wiederkehrenden Situationen siehst, die du dir nicht wirklich erklären kannst. Oder du weißt bereits um die Dynamik in Bezug auf eine Person oder einen Themenbereich und kommst dennoch nicht voran. Viele schildern mir, dass sie das Gefühl haben, niemals da rauszukommen. „Familie klebt ja an einem, wie eine AB-Mücke“, hat vor Kurzem eine Klientin gesagt.
Erfahrung von Monika in der Familienaufstellung
Wie schwer es ist, aus familiären Verstrickungen herauszukommen, möchte ich an Monikas Beispiel darlegen. Monika, Mitte 30, befindet sich in einer sehr speziellen Situation. Sie ist in einer Unternehmerfamilie auf- und in das Familienunternehmen reingewachsen. In jungen Jahren ist sie schon Geschäftsführerin und trägt im Familienbund Verantwortung für viele Mitarbeiter. Sie macht das wirklich gut und erfüllt bestens die Erwartungen. Sie entscheidet auszusteigen, nimmt sich eine 2-jährige Auszeit, will für sich herausfinden, was sie selbst ausmacht, möchte etwas erschaffen, das ihre eigene Handschrift trägt. Ab diesem Moment wird’s spannend, denn Monika nimmt wahr, in welch stark wirkenden Maschenwerk sie eingewoben ist: materieller Wohlstand, den sie früheren Generationen verdankt, schlechtes Gewissen, weil sie ausgestiegen ist und was Eigenes machen will, Neid von anderen „Ist doch klar, wenn man aus so einer Familie kommt, kann man sich ja alles leisten“, das ständige Gefühl, liefern zu müssen, gefangen im Liebe- -durch-Leistung Programm, Verfügbarkeits-Erwartungen „Du hast doch gerade Zeit, kannst du mal dieses oder jenes machen“, Unsicherheiten und Zweifel darüber, was denn ihr eigenes ist, starke Gewohnheitsmuster.
Zudem kommt bei Monika hinzu, dass sie immer wieder im Fokus von Gesprächen ist. Das nimmt sie als Grenzüberschreitung wahr, ist genervt und dadurch energetisch geschwächt.
Während der Familienaufstellung hat sich erst mal Monikas Ziel herauskristallisiert. Darüber spricht sie jetzt nur mit ausgewählten Personen, weil sie auf keinen Fall will, dass sie nebst ihren Aktivitäten wieder verbal zertrampelt wird. Mithilfe von Businessaufstellungen haben wir ganz konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet: ihr eigenes Angebot, ihre eigene Zielgruppe, ihr eigenes Branding. Während unserer Zusammenarbeit stößt Monika auf einen tiefvergrabenen Glaubenssatz, nämlich „Egal, was ich mache, es ist nicht gut bzw. gut genug“. Zweifelsohne hat sich dieser Glaubenssatz aus ihrer persönlichen Familienstruktur heraus entwickeln. Denn über ihr stehen ein erfolgreicher Vater und Großvater. Die beiden machen ja alles schon mega genial. Was kann sie noch Gutes beitragen? So ihre Wahrnehmung. Die Lösung besteht unter anderem darin, dass Monika in einem ganz anderem Bereich etwas aufbaut, in einem Bereich in dem nur sie Expertin ist und eben nicht die ganze Familie.





